Raymond Unger
Autor und bildender Künstler in Berlin

Raymond Unger lebt als Autor und bildender Künstler in Berlin. In seinem jüngsten Buch: „Die Wiedergutmacher – Das Nachkriegstrauma und die Flüchtlingsdebatte“ widmet sich der Autor erneut den Auswirkungen transgenerationaler Traumata. In seiner Gesellschaftschronik von 2015 bis 2018 untersucht Unger den Umgang deutscher Eliten aus Politik, Medien und Kultur mit der historischen Flüchtlingskrise.

Als Maler ist Unger der Preisträger des internationalen Lucas-Cranach-Preises für Malerei 2011. Seit 2008 ist der Künstler mit seinen Werken in Privatsammlungen im In- und Ausland vertreten. Unger ist der Gründer des Deutschen Forums für Remodernismus und war viele Jahre als leitender Juror des Berufsverbandes für bildende Künstler des Landes Berlin tätig. Als Autor und Maler erfolgte 2014 eine Einladung des Europäischen Präsidenten José Manuel Barroso zur dritten Generalversammlung NEW NARRATIVE FOR EUROPE. Die Einladung erging an ausgewählte Intellektuelle, Wissenschaftler und Künstler, welche sich durch ihre Haltung, Engagement oder Tätigkeit für die Zukunft Europas einsetzen. Neben Lesungen aus seinen Werken hält der Künstler Vorträge zu den Themen Kunst, Kreativität und Politik.

2016 erschien Ungers Familienchronik „Die Heimat der Wölfe“. In seiner literarischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte zeigt sich der Autor überzeugt: Selbstkonfrontative Kunstansätze werden vor allem von der Künstler-Generation der Babyboomer (Jahrgänge von 1960 – 1975) bevorzugt. Denn die Generation der sog. „Kriegsenkel“, zu denen sich Unger selbst zählt, ist häufig betroffen von der „transgenerationalen Weitergabe des Kriegstraumas“.

Im Jahr 2013 erschien Ungers Sachbuch: „Die Heldenreise des Künstlers“. Im Buch beschreibt der ehemalige Therapeut seinen Quereinstieg in den etablierten Kunstmarkt. Psychologisch fundiert legt er dar, warum zeitgenössische Kunst oftmals als zu hermetisch, intellektuell und konzeptionell wahrgenommen wird. Ungers Heldenreise wurde zum Insidertipp für Quereinsteiger in den Kunstbetrieb und gilt als Plädoyer für selbstkonfrontative, authentische Kunstansätze.

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