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"Die Heimat der Wölfe"
110 x 160 cm | 2016



 
Der Bildtitel "Die Heimat der Wölfe" ist identisch mit Ungers Familienchronik.
Im gleichnamigen Buch beschreibt Unger die Tötung eines Wolfes durch seinen Urgroßvater im fernen Bessarabien (dem heutigen Moldawien) - eine Geschichte, die zur Familien-Legende wurde. Der Wolf, ein archaischer und schicksalhaft mit dem Menschen verbundener Archetyp, hat von jeher einen festen Platz im Sujet des Künstlers.

 
Hintergund

Hintergrund


Raymond Unger stammt aus einer Malerfamilie. Der Künstler wächst auf einem Hof mit Großvater und Onkel mütterlicherseits auf, die beide religiöse Kunstmaler sind - der Onkel, Emil Maier-F., mit internationaler Beachtung. Der selbstverständliche Zugang zum Medium Malerei führt den Künstler über abstrakte Malanfänge (bis 1989) zum figurativ-expressiven Realismus. 2004 Atelierumzug von Hamburg nach Berlin, zu diesem Zeitpunkt gibt Unger auch die Malerei mit dem Pinsel auf, seither entstehen seine Werke ausschließlich mit dem Malerspachtel.

Spachteltechnik


Über die Jahre entwickelt Unger eine Maltechnik mit hohem Wiedererkennungswert. Die Selbstbeschränkung im Werkzeug zwingt den Künstler zu einem außerordentlich authentischen Farbauftrag (siehe Maltechnik) – spätere Korrekturen oder Übermalungen sind unmöglich. Ungers extremer Duktus unterstreicht dabei in idealer Weise die Emotionalität seiner Sujets.