Vita

Therapeut und Dozent: 1983 – 2002

In den 1980er- und 1990er-Jahren absolvierte Raymond Unger mehrere medizinische Fachausbildungen. Auf die Tätigkeit als Sanitäter in der Bundesmarine folgte eine Ausbildung zum Physiotherapeut. Im Anschluss absolvierte Unger eine dreijährige Vollzeitausbildung zum großen Heilpraktiker mit einem Stundenvolumen von 3.500 Unterrichtsstunden. Es folgten eine Assistenz in einer Praxis für Ganzheitsmedizin sowie weitere Fachausbildungen in Transaktionsanalyse und NLP. Nach insgesamt achtjähriger medizinischer Ausbildung eröffnete Unger schließlich seine eigene Praxis für Naturheilkunde und Psychotherapie in Hamburg. Später gab der Therapeut sein Fachwissen in einer Dozentur für Alternativmedizin in den Fächern Labordiagnostik, Innere Medizin, Anatomie und Augenheilkunde weiter. Nach langjähriger Tätigkeit in den Fachbereichen Medizin und Psychologie gab Unger im Jahr 2002 alle therapeutischen Tätigkeiten zugunsten der Malerei auf.

Maler und Autor: 2003 – heute

Raymond Unger wuchs auf dem Hof seines Onkels, dem Kunstmaler Emil Maier F. auf, der ihn früh an die Malerei heranführte. Im Jahr 2003 zog Unger nach Berlin, um seine eigene Karriere als professioneller bildender Künstler zu starten. Zehn Jahre später erschien sein erstes Sachbuch mit dem Titel Die Heldenreise des Künstlers. Im Buch beschreibt der ehemalige Therapeut seinen Quereinstieg in den etablierten Berliner Kunstmarkt. Psychologisch fundiert legt er dar, warum zeitgenössische Kunst oftmals als zu hermetisch, intellektuell und konzeptionell wahrgenommen wird. Ungers „Heldenreise“ wurde zum Insidertipp für Quereinsteiger in den Kunstbetrieb und gilt als Plädoyer für selbstkonfrontative, authentische Kunstansätze. Nach Kontakt zum Londoner Maler Joe Machine und den Londoner Stuckisten gründet Unger schließlich das Deutsche Forum für Remodernismus. Unger war viele Jahre als leitender Juror des Berufsverbandes für bildende Künstler des Landes Berlin (BBK-Berlin) tätig. Als Kunstmaler ist Unger mit seinen Werken in Privatsammlungen im In- und Ausland vertreten. 2014 erfolgte eine Einladung des Europäischen Präsidenten José Manuel Barroso zur dritten Generalversammlung NEW NARRATIVE FOR EUROPE. Die Einladung erging an ausgewählte Intellektuelle, Wissenschaftler und Künstler, welche sich durch ihre Haltung, Engagement oder Tätigkeit für die Zukunft Europas einsetzen.

Auszeichnungen

Im Jahr 2011 wird Raymond Unger mit dem internationalen Lucas-Cranach-Sonderpreis für Malerei ausgezeichnet.

Publikationen

Im Jahr 2016 erschien Ungers Familienchronik Die Heimat der Wölfe. In seiner literarischen Auseinandersetzung mit der deutschen Geschichte zeigt sich der Autor überzeugt: Selbstkonfrontative Kunstansätze werden vor allem von der Künstler-Generation der Babyboomer (Jahrgänge von 1960 – 1975) bevorzugt. Denn die Generation der sog. „Kriegsenkel“, zu denen sich Unger selbst zählt, ist häufig betroffen von der „transgenerationalen Weitergabe des Kriegstraumas“.

Im 2018 erschienenen Werk Die Wiedergutmacher – Das Nachkriegstrauma und die Flüchtlingsdebatte widmet sich der Autor erneut den Auswirkungen transgenerationaler Traumata. In seiner Gesellschaftschronik von 2015 bis 2018 untersucht Unger den Umgang deutscher Eliten aus Politik, Medien und Kultur mit der historischen Flüchtlingskrise.

Anfang 2021 erscheint Ungers umfangreiche Gesellschaftsanalyse Vom Verlust der Freiheit. Darin widmet sich der Autor den globalen Problemen der Neuzeit: Coronakrise, Klimakrise und Migrationskrise. Das Werk untersucht die moralische Übersteuerung in den politischen Agenden Deutschlands und beleuchtet die psychologischen Hintergründe einer neuen, gefährlichen Totalität.

Im Herbst 2021 folgt mit Das Impfbuch eine Weiterführung von Vom Verlust der Freiheit. Im jüngsten Buch arbeitet Unger die Risiken und Nebenwirkungen der kaum getesteten COVID-19-Impfstoffe auf. Für die Recherchen zu seinen jüngsten Publikationen Das Impfbuch und Vom Verlust der Freiheit, kommen dem Autor die medizinischen und psychologischen Vorkenntnisse aus seiner ersten Lebenshälfte zugute.

Artikel

Neben seiner Tätigkeit als Maler und Buchautor schreibt Raymond Unger Artikel, u.a. bei Tichys Einblick, Rubikon, Die Achse des Guten und Vera Lengsfeld.