Neuerscheinung:

2015

Roman
370 Seiten gebunden
Text Schutzumschlag
25,00 € (D) | 26,00 € (A)
ISBN 978-3958906723
Im Buchhandel oder bei Amazon

Rezensionen „2015“:

Dr. Dr. David Berger:

„Warum findet ein verletzter junger Mensch Halt in einer menschenverachtenden Ideologie? Weshalb führt eine ähnliche Erfahrung den einen in den Fanatismus und einen anderen nicht? Wie viel Freiheit bleibt gegenüber Herkunft, Familie und Traumata? Damit kehrt der Roman von der Politik zur Anthropologie zurück. Ideologien leben von Kategorien: Rechte und Linke, Gute und Böse, Wessis und Ossis, Einheimische und Migranten, Opfer und Täter. Der Roman kann dagegen das Individuum wieder sichtbar machen. Raymond Unger tut genau das. Sein 2015 handelt von einem Jahr, in dem Deutschland sich verändert hat. Hinter den großen politischen Konflikten entdeckt Unger jedoch die Dramen einzelner Menschen.“
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Dr. Bernd Wrede:

„Bei aller Härte seiner Konflikte ist es ein zutiefst humanistisches Buch. Unger interessiert sich für die Verirrungen seiner Figuren, ohne den Menschen auf seine Verirrung zu reduzieren. Herkunft, Verletzungen, politische Überzeugungen und selbst Schuld erschöpfen ihn nicht. Entwicklung bleibt möglich. Der Mensch bleibt mehr als die Ideologie, der er folgt, mehr als seine Herkunft und mehr als seine Vergangenheit.  Das gilt auch für die psychologische Betrachtung der Figuren. Sie dient nicht dazu, eine politische Position durch eine Diagnose zu erledigen. Die Psychologie wird nicht zum Urteil über den Menschen, sondern öffnet den Blick auf seine Vorgeschichte.“
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Ulrike Stein:

„Die Geschichte ist vertrackt und die Fäden laufen immer wieder überraschend zusammen. Das Buch hat kriminalistische und nervenaufreibende Sequenzen und Unger hält die Spannung bis auf den letzten Meter hoch. Wie nah sich der jugendliche Neonazi Paul aus dem mecklenburgischen Örtchen und der Islamist Hakim, der bereits viele Jahre in Berlin-Neukölln gelebt hat, sowohl in einem Auto als auch in ihrer psychischen Struktur und Ausrichtung sind, stellt Unger in frappierender und erschreckender Weise dar. Verführbarkeit für politische Lebensentscheidungen hat eine gemeinsame Schnittmenge mit Anfälligkeit für religiöse oder esoterische Verirrungen und entsteht durch psychische und geistige Unreife“
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Horst Buschmann:

„Was alle Milieus, westdeutsche, ostdeutsche und islamische hier eint: Ihre jeweilige Entwurzelungserfahrung. Das ist die psychologische Sublinie des Romans. Hier fließen „Wiedergutmacher“ und „Heimat der Wölfe“ emergent ineinander. Entwurzelungserfahrungen, das ist Standard in der klinischen Psychologie, führen zu klassischen Reaktions-, Kompensations- und Reflexmustern: Das Vakuum, das Entwurzelung hinterlässt, muss -sofern es sich nicht heilen bzw. remissionieren lässt- gefüllt werden. In der psychiatrischen Extremform wird die emotionale und persönliche Instabilität mit manischen oder psychotischen Syndromatiken kompensiert, zumeist ideologisch aufgeladen. Der eine wird Islamist, der andere Konvertit, der eine wird Nazi, der andere Oma-gegen-Rechts.“
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Pressestimmen „KAI“:

Berliner Zeitung:

„KAI ist ein großer Wurf. KAI ist das Buch, auf das ich gewartet habe. […] Dieser Autor kann erzählen. Er lässt Freud und Jung in einem Ehepaar auferstehen, das sich so kappelt wie Hans Castorp und Lodovico Settembrini auf dem Zauberberg von Thomas Mann, und mischt das, was er über Klima, 5G und mRNA braucht, in Gespräche mit ChatGPT und kurze Vorträge, die jeder verstehen kann, weil im Publikum Laien sitzen.“

Michael Meyen: „Widerstand aus der Anderswelt“

Junge Freiheit:

„Mit „KAI“ ist Raymond Unger ein Roman gelungen, der verschiedene literarische Genres zu einem spannenden Thriller vereint; vom intellektuellen Kammerspiel über die Tragödie menschlichen Scheiterns bis hin zum Drama von Flucht und Vertreibung – übrigens mit ungewöhnlichem Ausgang. […] Zusammen mit zahlreichen Szenenwechseln und überraschenden Wendungen der Handlung bietet der Roman spannende, informative und höchst intelligente Unterhaltung.“

Regina Bärthel: „Die KI macht uns zu Sklaven“

Nordkurier:

„Weder literarisch noch mit seiner Malerei macht Unger einen Bogen um unbequeme Themen. […] Sein jüngster Coup: der dystopische Thriller KAI, erschienen 2025. Darin verwebt er Pandemiepolitik, Klimaschutz, Migration und geopolitische Spannungen zu einer packenden Zukunftsvision.“

Harald Melzer: „Über Gott, die Welt, das Leben und die Kunst“

Tichys Einblick:

„Bei Unger vermischen sich fiktionale technologische Potentiale mit gelebten Leben einer längst fiktionalen Vorstellung nachhängenden Gesellschaft; mit erfahrenen Wirklichkeiten, die man lange für erfunden hielt und solchen, die man sich nicht auszudenken wagt, obwohl sie zur Zündung bereits vorgesehen waren. Es ist ein Lesespaziergang durch eine Spiegelwelt: Wer sind wir? Was ist real, was erfunden, was kommt noch dazu? Unterhaltsam, zum Nachdenken anregend und die längst irrsinnig gewordene Gegenwart reflektierend. Ein Oster-Ei.“

Roland Tichy: „Die Wirklichkeit überholt sich selbst“

Kontrafunk:

„Sein neues Buch „KAI“ wirft einen Blick in die Zukunft, wo wir die Ungeheuer der künstlichen Intelligenz vermuten. Dabei wird schnell klar, dass wir bereits in einer ungeheuerlichen Welt angekommen sind. Ungers Kunst hat eine gewisse Leichtigkeit, die seinem Humor geschuldet ist, sie lässt aber immer auch die Kraftanstrengung spüren, die nötig war, um sich gegen die Unverdaulichkeit und Unzumutbarkeit der Zustände zu stemmen.“

Bernhard Lasan: „Unter Freunden“

Manova Magazin:

„Der Leser trifft auf einige fiktiv modulierte Helden aus der real existierenden Wirklichkeit. Es geht um die zentralen Behauptungen unserer Tage von der Coronapolitik mit ihrem Impfwahn über die Dramen des Klimawandels bis zum Krieg in der Ukraine. Das alles kennen wir, doch Unger lässt es in einem verblüffend anderen Licht erscheinen. Die Realität selbst verschwindet in unvordenklichen Quantenräumen. Dabei spielt Künstliche Intelligenz eine Rolle. Doch was sich fantastisch anhört, ist nicht nur fantastisch gemeint.“

Walter van Rossum: „Erfundene Wahrheiten“

Manova Magazin:

„Mit seinem neuen Roman „KAI“ leistet Raymond Unger das, was längst überfällig war: Er greift all die großen Themen der neuen (Ab-)Normalität auf und synthetisiert sie zu einem gewaltigen und tiefgründigen Epos. Die erschreckende Aktualität und die Tatsache, dass nur eine hauchdünne Schicht zwischen Realität und Fiktion liegt, machen diese 400 Seiten zu einem ergreifenden Leseerlebnis und laden überdies zur Selbstreflexion ein.“

Nicolas Riedl: „Des Teufels Technik“

KAI
Im Buchhandel oder bei Amazon
Roman 432 Seiten
gebunden mit Schutzumschlag
25,00 € (D) / 25,70 € (A) inkl. MwSt.
ISBN 978-3-95890-591-7

Malerei:

"Wir affen das" | 120 x 160 cm | 2017

"The Journey" | 120 x 160 cm | 2022

"Justitia" | 120 x 160 cm | 2025